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Leitungsortung mit der Schubsonde

Bei der Leitungsortung mit der Schubsonde gibt es zwei Varianten.
Bei der Streckenortung wird eine Schubstange mit Kupferseele an einen Sender angeschlossen. Die Kupferseele erzeugt ein magnetisches Wechselfeld, dessen Stärke an der Bodenoberfläche gemessen wird. Das Signal ist über die gesamte Länge der Schubstange verteilt. Diese Methode ist geeignet, Leitungsverläufe zu ermitteln.
Bei der Punktortung wird ein aktiver Sender an die Spitze einer Schubstange angeschlossen. Dieser sendet ebenfalls ein magnetisches Wechselfeld aus, dessen Stärke an der Bodenoberfläche gemessen wird. Im Unterschied zur Streckenortung ist das Feld jedoch nur in der direkten Umgebung des Senders messbar. Diese Methode ist besonders geeignet, spezielle Punkte entlang der Leitung zu orten (z.B. Auffälligkeiten, die zuvor mit einer Rohrkamera entdeckt wurden). Es kann jedoch auch der Leitungsverlauf festgestellt werden.
Die Reichweite dieser Methoden ist auf 300 m begrenzt.
Die mögliche Abweichung beträgt +/- 0,3 m bei einer 1,50 m tiefen Leitung.
Andere Stromleiter, wie metallische Wasser- oder Gasleitungen und Kabel behindern die Ortung.
Diese Methode ist zur Ortung von nicht-metallischen Leitungen geeignet.

Leitungsortung mit der Schubsonde: Schubstange mit großem aktivem Sender
Schubstange mit großem aktivem Sender

Vorteile der Leitungsortung mit der Schubsonde

  • hohe Genauigkeit (Abweichung bei einer 1,50 m tiefen Leitung +/- 0,20 m)
  • Tiefenbestimmung ist möglich, wenn nicht andere Leitungen über der zu ortenden Leitung liegen

Nachteile der Leitungsortung mit der Schubsonde

  • Einführmöglichkeit für die Schubsonde muss vorhanden sein oder geschaffen werden
  • die Leitung muss unter Umständen außer Betrieb genommen werden
  • an engen Bögen oder Vorsprüngen im Rohr kann die Sonde hängen bleiben

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